Seit Januar 2020 läuft bei Radio StoneFM ein zweites monatliches Format neben Raw Air von mir.
Die Idee hinter der Reihe Cherry Picking war, mich chronologisch durch die Musikgeschichte seit 1956 zu bewegen und für Euch Tracks auszuwählen aus den jeweiligen Jahrgängen, die mich besonders ansprechen. Für mich also eine tatsächliche Rosinenpickerei. Und so präsentiere ich Euch monatlich Jahrgang für Jahrgang einige meiner absoluten Favoriten. Die Sendung hat also eine begrenzte Dauer und wenn alles so weiterläuft wie geplant (was ja längst nicht immer der Fall ist), bin ich mit diesem Format irgendwann in gut fünf Jahren durch. Bis dahin hoffe ich, dass Ihr zumindest annähernd so viel Spaß damit habt wie ich.
Mit den in unregelmäßigen Abständen gesendeten Momentaufnahmen habe ich mir einen kleinen Kosmos ohne musikalische Grenzen eingerichtet.
Gespielt wird, was ich gerade gerne höre. Oft Tracks, die ich noch nicht lange kenne. Aber auch anderes, was mir passend erscheint, was Verbindungen und Kontexte beleuchtet. Eher locker ein assoziatives Ping-Pong pflegend.
Heita! Willkommen zu meiner neuen Sendung, die ganz der Musik Südafrikas gewidmet ist.
Südafrika verfügt über eine enorm reichhaltige Musiktradition. Im Zentrum meiner Sendereihe steht der Jazz, aber auch Kwela, Marabi, Mbaqanga wie auch Funk und Soul werden erklingen.
Jazzfans mögen Abdullah Ibrahim (früher: Dollar Brand) ein Begriff sein, der Trompeter Hugh Masekela, der sich längst dem Pop zugewandt hat, oder Exilanten wie Chris McGregor und seine Blue Notes oder sein grösseres Orchester, die Brotherhood of Breath, in denen u.a. Dudu Pukwana, Mongezi Feza, Harry Miller oder Louis Moholo mitwirkten.
Doch wird es weniger um diese klingenden Namen gehen als darum, Musik vorzustellen, die hierzulande kaum bekannt ist, aber mit ihrem Groove und ihrer mitreissenden Kraft auch heute noch zu begeistern vermag. Umso erstaunlicher, betrachtet man die widrigen Umstände, die im Südafrika der Apartheid herrschten. Doch ganz ähnlich wie beim Blues wohnt auch dem Jazz und den artverwandte Musikrichtugen Südafrikas oftmals eine zelebrierende und zugleich eine klagende Seite inne.
Dass gerade über den Exilanten eine Art Fluch zu herrschen schien und viele von ihnen viel zu früh verstarben, gehört auch dazu. Ibrahim kehrte hie und da und in den Neunzigern endgültig zurück, Moholo ist weiterhin sehr aktiv, andere wie Makaya Ntshoko sind noch unter uns aber leben sehr zurückgezogen.
No Problem Saloon – nach diesem Song- und Albumtitel des Duos OY ist meine dritte Sendereihe benannt:
I would like to invite you to the No Problem Saloon
It is just a place full of no problems
Put on your dancing shoes in the No Problem Saloon
Ein Konzept gibt es für diese Sendungen nicht – es werden Tracks aus der ganzen Welt zusammengestellt; aufgrund meiner Vorlieben wird der Schwerpunkt bei Musik aus dem afrikanischen Kontinent bestehen, aber auch Kubanisches oder Brasilianisches wird erklingen, französisches Chanson oder italienischer Pop.
Der Schwerpunkt mag auf der Tanzbarkeit liegen (ich genehmige mir derweil einen Whisky an der Bar), aber es soll durchaus auch Platz für das eine oder andere »Schwierige« geben, vielleicht sogar mal für Neue Musik. Time will tell ...
Die Playlisten der vergangenen Sendungen: Was lief? Wer spielte wann was? Zum Nachlesen, oder auch nur, um sich einen speziellen DJ mal vorzunehmen.
(Die Suche bezieht sich auf den Sendungstitel, den Namen des DJs, oder das Datum. Gespielte Musiktitel findet Ihr über die globale Suche oben rechts.)