Und wieder gibt es Musik von Jazzpianistinnen - mehrheitlich im laufenden Jahr erschienen, dazwischen aber auch ein paar schon etwas ältere Aufnahmen. Die westschweizer Wahl-Newyorkerin Sylvie Courvoisier hat mit ihrem langjährigen Trio erstmals ein Live-Album herausgebracht. Die Japanerin Junko Onishi meldet sich mit ihrem Solo-Debut zurück. Die US-Amerikanerin Marilyn Crispell hat gerade ein Duo mit dem schwedischen Bassisten Anders Jormin veröffentlicht. In den Neunzigern spielte im Trio von Lynne Arriale derselbe Kontrabassist wie die letzten Jahre bei Courvoisier: Drew Gress. Und schliesslich ist da noch Simone Keller, die sich zwischen Neuer Musik und Improvisation bewegt, stets auf der Suche nach unbekannten und vergessenen Komponist*innen.